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Die Chroniken von Vestria

Die Chroniken von Vestria stellen eine Erweiterung unser Forenlore da. Hier findest du alle Informationen rund um die großen Stadtstaaten, die Handelsrouten auf denen sich dein Charakter in seiner Vorgeschichte bewegt haben könnte uns wissenswerte Details zur Welt.


Die Sammlung wird regelmäßig erweitert, der Fokus liegt größtenteils auf allgemeinen Informationen, weniger auf spezifische Details. 

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"Büßet für eure Sünden! Erwartet die Widerauferstehung unseres Herrn!"
- Bekannter Ausruf der Bruderschaft

Bruderschaft Mortis

Die "Bruderschaft Mortis", oft einfach nur die "Bruderschaft" genannt, gilt weithin als fanatischste Splittergruppe der viderischen Kirche.  Ihre Mitglieder und Anhänger sind all jene, die den Einschlag des kleinen Mondes "Mortis" vor mehreren hundert Jahren als Strafe der Götter interpretieren und heute die Meinung vertreten, dass der gefallene Prophet Videris nur nicht wiederkehrt, da die Menschheit sündhaft sei. Sie müsse, so die Argumentation der Bruderschaft, eine Einigkeit beweisen wie sie es in den ersten Tagen seiner einstigen Führung getan hat. Der Weg dorthin sei der Ablass von Sünden, die rituelle Selbstgeißelung um die spirituelle Reinheit zu gewährleisten und der Dienst an der Gemeinschaft, um auf die gesellschaftliche Einheit hinzuarbeiten.


Bis vor kurzem hatte die Bruderschaft, die ihren Sitz in der "Schwarzen Feste" im Arvumer Viertel "Kreideberg" hat, noch vergleichsweise wenige Anhänger. Seit dem Ausbruch des Krieges erhält sie aber immer mehr Zulauf aus den untersten Schichten der Gesellschaft.


Lehre der Bruderschaft

Die Bruderschaft vertritt, wie in der Einleitung geschildert, die Meinung, dass die Gesellschaft sich fügen müsste, damit Videris widerkehrt und seinen Platz an der Spitze der Menschheit erneut einnimmt um sie zu wahrer Größe zu führen. Zu lange habe der moralische Verfall Einzug in die Gesellschaft gehalten, nicht mehr Gott steht im Mittelpunkt sondern Geld und das Materielle. Jegliche Arbeit, auch die an einem selbst, soll der Gesellschaft zuträglich sein, und diese Gesellschaft soll der göttlichen Fügung zuträglich sein - So lautet zumindest das Prinzip. 

Um dieses Ziel zu erreichen bedienen sich die Ordensmitglieder vieler Methoden, die aber stets alle eines gemeinsam haben: Sie sollen wirken. Die Bruderschaft stellt Taten vor Worte. So üben ihre Mitglieder beispielsweise oft öffentlich die rituelle Selbstgeißelung aus, die durch erlittenen Schmerz Ablass von den eigenen Sünden bringen soll. Darüber hinaus ist den Flagellanten aber auch die Wirkung nach außen wichtig:  Durch ihre Entschlossenheit und die Bereitschaft diese Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen erhoffen sie sich, dass andere ihrem Beispiel folgen und man ihnen Gehör schenkt.

Auch vor anstrengende Arbeiten im Freien, gefährliche Arbeiten in Seuchenhäusern und aggressiven Spendenzügen schrecken sie nicht zurück - Die Ordensmitglieder scheinen beinahe nach den extremsten Aufgaben zu suchen, für die sich "andere zu fein" seien. Das heilige Gebot des Todesmutes wird entsprechend ernstgenommen. 

Besonders Arvum, das die Bruderschaft als Sündenpfuhl schlechthin sieht, bedarf ihrer harten Hand, meinen sie - Viel zu lang wurden die göttlichen Leitsätze der viderischen Kirche aufgeweicht oder gar ignoriert. 


Auftritt in der Öffentlichkeit

Die meiste Aufmerksamkeit erlangt die Bruderschaft Mortis zweifelslos durch ihre Flagellanten. Diese religiösen Fanatiker, die sich alle paar Tage in den Vierteln Arvums sammeln, haben den Wahrnehmung der Bruderschaft in der Gesellschaft am stärksten geprägt.

Behangen mit eisernen Ketten, die ihnen das Gehen noch schwerer machen sollen, ziehen ihre Prozessionen durch die dreckigsten Straßen der Armenviertel. Sie schreien bekannte Parolen wie :"Büßet, denn die Endzeit ist nah!" aus ihren Lungen heraus, während sie sich mit ihren Geißeln, Peitschen oder groben Eisenketten selbst auspeitschen bis sie bluten. Die Meisten von ihnen haben bereits stark vernarbte Rücken. Oft schließen sich zumindest jene an, die diese Prozession begleiten, noch öfter enden sie schließlich in wohlhabenderen Vierteln wo es zu Auseinandersetzungen mit den hier wohnenden kommt wenn diese davon "überzeugt" werden ihren Überschuss zu "teilen". 

Man sollte sie jedoch nicht nur auf dieses selbstverletzenden Zusammenkünfte reduzieren - Die Bruderschaft bietet in ihrer "Schwarzen Festung" Unterkunft für jeden, der sie benötigt, sammelt Spenden für eigene Suppenküchen oder Armenhäuser und setzt sich hingebungsvoll in den immer wieder aufkommenden Seuchenherden der Stadt ein um all jenen zur Hilfe zu eilen, für die sonst niemand etwas übrig hat.

Diese Hingabe, die man entweder als solche, blinden Fanatismus oder eine besonders ausgeprägte Lebensmüdigkeit interpretieren kann, sorgte dafür, dass die Bruderschaft besonders unter den Ärmsten und der Mittelschicht Arvums einen sehr guten Ruf hat. Im Gegensatz zur viderischen Kirche würde hier "Etwas angepackt" werden, "Aufschieben" würde man bei ihnen nichts. Tatendrang ist, so meint die Bruderschaft, eine Tugend.

Aufgrund ihrer Haltung und vor allem ihrer Taten gilt sie wohl auch deswegen unter den wohlhabenderen Arvumern als nerviges Übel, das einem im schlimmsten Fall die Scheiben einschmeißt wenn sie einen wieder einmal im Namen der Gemeinschaft das Haus belagern bis man Spenden herausrückt. 


Trivia

Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich sowohl die viderische Kirche als auch die einflussreiche arvumer Oligarchie der blühenden Unterwelt und ihrem organisierten Verbrechen bedienen, um einen Kleinkrieg um die Macht auszutragen. Die Bruderschaft folgt diesem Kurs nicht. Stattdessen munkelt man, dass sie teilweise besonders habgierige Händler oder Jene, die ihr Werk zum Nachteil der Ärmsten ausführen, entführen und vor ein eigenes Gericht stellen. Da es dabei oft schnell zugehen muss ist das Urteil schon oft vorher gefällt. Von Prügelstrafen bis über das Zufügen von Brandmalen, Narben oder die Abtrennung von kleinen Gliedmaßen bis hin zu religiös motivierten Morden ist alles dabei, und das Groß der Bevölkerung hilft dabei diese Taten auch noch zu leugnen oder zu verschleiern - "Die da oben" sollen auch einmal ihre gerechte Strafe erhalten, ob es nun aus spirituellen Gründen geschieht oder nicht ist vielen dabei herzlich egal. 


Auch das organisierte Verbrechen, das nur zu oft von den Wachen der Stadt toleriert wird, ist vor der Bruderschaft nicht sicher - Die Flegel die sie zur Selbstgeißelung nutzen können sich auch schnell gegen andere richten. Wäre die Bruderschaft nicht unter der Schirmherrschaft der Kirche, die ihre Flagellanten auch oft genug auf bestimmte Ziele loslässt, hätte man sie wohl schon vor langer Zeit verboten. 


In anderen Stadtstaaten ist die Bruderschaft allerdings nicht sehr vertreten. In Kantorgrad kamen sie so oft mit Anhängern des alten Weges aneinander, dass die Niederlassung verboten wurde, und in Vestigar ist sie schlicht und ergreifend noch nicht präsent. In Kryos, das als besonders pietätvoll gilt, findet sich eine kleine Niederlassung die sich um alle Einwohner Kryos gleichermaßen sorgt. Einige Flagellanten sollen sogar dem Ruf zu den Waffen in den Kryosisch - Vestigarischen Krieg gefolgt sein.



Viderische Zeitrechnung

Viele Ereignisse waren wegweisend für Ecadia, und bestimmten bis heute die Geschicke der Menschheit - Hier sind sie auf einem übersichtlichen Zeitstrahl chronologisch dargestellt. Eingeteilt sind sie in die vorviderische und nachviderische Epoche.